Neuraltherapie

Neuraltherapie

Störfelder als Dauerstress

Die Neuraltherapie geht in ihrer Theorie davon aus, dass örtlich begrenzte Reizzustände, sogenannte Störfelder, Nervenbahnen so reizen können, dass sie auch in entfernten Körperregionen chronische Beschwerden auslösen und in Gang halten können. Dabei kann, wie wir glauben, jede krankhaft veränderte Stelle des Körpers und jedes krankhaft veränderte Organ zum Störfeld werden. Durch die von diesem Störfeld ausgelöste permanente Reizung ist es möglich, dass für den Körper ein Dauerstress entsteht, der seine eigenen Regulationsmechanismen stört und zu einer „Regulationsstarre“ führt. In der Neuraltherapie unterbrechen wir diese Starre z.B. mit Hilfe eines injizierten
Lokalanästhetikums (örtlich betäubend wirkendes Mittel). So erhält der auslösende Herd in unserem Sinne wieder Anschluss an das gesamtkörperliche Geschehen. Häufige Störfelder finden sich z.B. an Narbenverläufen, im Zahn- und Kieferbereich oder an den Mandeln.

Diagnose und Therapien

Zwischen der Entstehung eines Störfelds und der Entstehung dadurch bedingter Beschwerden können Jahre vergehen, was eine besonders genaue Befunderhebung nötig macht.

Zu Beginn der Behandlung führen wir immer ein sehr ausführliches Gespräch. Im Rahmen der eigentlichen Behandlung wird eine 1%ige Procainlösung zur Bildung von Quaddeln unter die Oberhaut (intrakutan) injiziert. Gelegentlich werden auch medizinische Kochsalzlösung oder verschiedene homöopathische Kombinationspräparate zur Auslösung des Heilreizes eingesetzt. Pro Behandlung werden ca. 5-10ml des Lokalanästhetikums (oder eines anderen für die Neuraltherapie geeigneten Medikaments) gespritzt, je nach Krankheitsbild und Ort der Beschwerden meistens auf mehrere Einstichstellen verteilt. In einigen Fällen reicht bereits eine einzige Behandlung aus, häufig sind jedoch 5-10 Behandlungen sinnvoll, um einen dauerhaften Erfolg zu erzielen.

Anwendungsbeispiele

Die Neuraltherapie verfügt naturheilkundlich über einen so weitgefächerten Einsatzbereich, dass hier nur einige wenige Punkte beispielhaft genannt werden können.
Dazu zählen z.B.
• Akute und chronische Schmerzzustände
• Karpaltunnelsyndrom
• Kopfschmerzen, inkl. Migräne
• Lumbago (Hexenschuss)
• Narbenbehandlung
• Unspezifische Verdauungsbeschwerden
• Tinnitus (Ohrgeräusche)
• U.v.m

Informationen zur Therapie

Die Neuraltherapie ist aus naturheilkundlicher Sicht für die Behandlung einer Vielzahl von Erkrankungen – auch in Kombination mit anderen Therapien – gut geeignet. Trotzdem kommt sie nicht für jeden Patienten gleichermaßen in  Frage, so z.B. nicht für Patienten mit Gerinnungsstörungen. Auch über mögliche Nebenwirkungen und Risiken informiere ich Sie gerne in einem persönlichen Gespräch.